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06.06.2019   Alter: 10 Tage

Eichenprozessionsspinner auch am Unterbacher See

Raupenhaare können bei Kontakt allergische Reaktionen auslösen


Der Kontakt mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners kann beim Menschen zu Hautausschlägen, Bindehautentzündungen, Juckreiz sowie asthmaähnlichen Reaktionen führen. Daher hat der Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See Vorkehrungen getroffen, ruft aber zugleich die Erholungssuchenden zur Vorsicht auf.

Die Nester der Raupen finden sich fast ausnahmslos an Eichen. Besonders Kinder, die schnell und gerne Raupen anfassen, sollen vor dem Kontakt mit den Haaren der Raupe geschützt werden. Eltern sollten sie vorbeugend auf das Risiko hinweisen.

Auch der Aufenthalt in der Umgebung befallener Bäume kann zu Kontakt mit den Haaren führen, die über den Wind verbreitet werden können. Als Reaktion des Körpers kommt es bis zu acht Stunden nach Kontakt zu einer Entzündung der Haut. Bei Augenkontakt entwickelt sich eine Bindehautentzündung. Die Symptome halten gewöhnlich zwei Tage an, können aber auch über Wochen bestehen.

Bei Kontakt mit den Raupenhaaren des Prozessionsspinners wird empfohlen, sich nicht zu kratzen, dadurch dringen die Haare tiefer in die Haut ein; Kleider sofort wechseln; gründlich duschen und den Kopf waschen; bei Augenkontakt sofort den Augenarzt aufsuchen! Bei Atemnot: sofort einen Arzt aufsuchen! Bei geringfügiger ausgeprägten Hautsymptomen sind meist keine Gegenmaßnahmen erforderlich. Es besteht die Möglichkeit, eingedrungene Raupenhaare mit Hilfe der Klebeseite von Pflasterstreifen zu entfernen. Die Hautirritationen bilden sich auch unbehandelt zurück.

Die Raupe kann langfristig nicht an allen Eichen im Erholungsgebiet beseitigt werden, sondern nur an sensiblen Stellen, die von Kindern oder vielen Erwachsenen frequentiert werden. Das Entfernen der Nester ist aufwändig und wird von Fachfirmen vorgenommen.